Kategorie: BSSM

Auf dem Wasser… / 14 Tage bis zum Abflug

BSSM

Auf dem Wasser… / 14 Tage bis zum Abflug

Heute in 14 Tagen ist es soweit und ein neuer Lebensabschnitt öffnet sich und ich fliege von Frankfurt nach San Francisco, wo ich erst einmal von meiner lieben Freundin Beatrice in Empfang genommen werde.

Die letzten Wochen und Monate waren sehr besonders in der inneren und äußeren Vorbereitung auf Bethel/BSSM.

Ich hatte schon bereits in den letzten zwei Jahren immer wieder die Bibelstelle auf dem Herzen, als Petrus aus dem Boot ausstieg und Jesus auf dem Wasser entgegen kam. (Matthäus 14,22-33) Im Film "Die Hütte" wird diese Vertrauensszene noch einmal sehr eindrücklich dargestellt und begeistert mich immer wieder aufs Neue.

So ein Leben möchte ich führen: Im Vertrauen auf Jesus das Leben wagen, das rein realistisch gesehen gar nicht geht.

Seit einigen Monaten weiß ich nun, dass ich auf die BSSM gehen werde. Dies ist vor allem zunächst mit sehr vielen Kosten verbunden. (Für ein Jahr ca. 13.000$). Ich habe im Vorfeld beides erfahren - Ermutigung und auch starke Entmutigung. Gerade während den ersten Monaten durfte ich hier lernen, dass in Zeiten der Entmutigung Gott auch immer Ermutigung bereit hat. 

Euch alle Geschichten zu erzählen die ich in dieser Zeit erlebt habe, dazu reicht ein Blogartikel niemals aus, aber ich werde nicht müde sie immer wieder bei einem Kaffee oder Skypedate zu berichten. Eine möchte ich euch hier und jetzt erzählen. 

Wenn man vor der Frage steht: Wie komme ich zu 13.000$, dann kommen einem die verrücktesten Ideen. In meinem Fall habe ich sehr oft gebetet und dann eine Liste angefertigt mit Menschen und Namen, die Gott mir aufs Herz gegeben hat. Anschließend habe ich abgewartet. Nichts ist passiert. Die Wochen gingen ins Land und es war bereits Juli. 

Immer wieder kamen Menschen zu mir und gaben mir den Tipp, ich solle Menschen doch einmal persönlich ansprechen. Da ich ein sehr selbstständiger (und schwäbischer =)) Mensch bin, scheute ich mich davor sehr. Der Schwabe lebt nach dem Motto: Was du selbst nicht leisten kannst, das kannst du nicht tun. 

Irgendwann jedoch fragte ich mich, ob meine "Nicht"-Vorsorge durch mein Vertrauen in Gott oder doch durch Angst bedingt war. Ich startete den Versuch und sprach eine einzige Person an - und scheiterte kläglich =) haha, denn die Person garantierte mir, sie habe Gott bereits gefragt und dies gehöre nicht zu den Dingen, die sie unterstützen soll! 

Das saß. Ich beschloß, dass Gott sich um seine Sache selbst kümmern musste und ich niemanden mehr ansprechen würde/wollte. Es tat sich zunächst nichts, doch nach und nach begannen immer mehr Menschen auf mich zuzukommen. Bekannte, enge Freunde, Fremde...ja sogar Arbeitskollegen, und wollten mich von ganzem Herzen unterstützen. 

Zwei Dinge lernte ich in dieser Zeit:

  1. Ich bin es wert unterstützt zu werden. (war mir anfangs tatsächlich nicht klar)
  2. Ich bin nicht nur Empfänger. Gott will in mir etablieren, dass mein Vertrauen in ihn soweit geht, dass ich selbst Menschen unterstützen kann, im Vertrauen, dass er mich versorgt.

Übrigens, die letzten Tage habe ich diese Liste wieder entdeckt und wisst ihr was, tatsächlich sind sehr viele meiner Unterstützer dort bereits aufgezeichnet gewesen und Gott jedoch hat die Personen selbst gerufen. 

Nun sind es nur noch zwei Wochen (und zwei Tage bis die Schulgebühren bezahlt sein müssen). Ich bin unglaublich dankbar für viele einmalige und monatliche Spenden. 

Ein wenig fehlt mir noch, aber ich bin sicher und vollen Vertrauens, dass Gott vorsorgt und nie zu spät reagiert (wenn auch oft so, dass unser Vertrauen wirklich gefordert wird).

Ich freue mich auf alles was da kommt. 

Eure Becky